Vorschau Woche 9 – mit dem Halb-Zehn-Dilemma

Der heutige Spieltag hält etliche Spitzenspiele für den geneigten College-Fan bereit – leider finden diese (mit Ausnahme von Oklahoma State @ West Virginia) alle um 21.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit statt. Man mag sich zwar denken, dass das immerhin besser ist als die zeitgleiche Ansetzung der beiden Spitzenspiele letzte Woche um 1:30 Uhr, die Auswahl dürfte einigen doch schwer fallen. Für mich als Fan der Big 10 steht die Entscheidung allerdings eindeutig fest. Aber auch die weiteren Spiele werde ich mehr oder weniger kurz anreißen.

 

#2 Penn State @ #6 Ohio State

Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass das Duell zwischen den im Conference Play ungeschlagenen Nittany Lions und Buckeyes über den Sieger der Big 10 East entscheiden wird – auch wenn man Michigan State sicherlich nicht abschreiben sollte. Der Verlierer müsste auf den Sieger aufgrund des direkten Vergleichs allerdings gleich zwei Spiele aufholen und kann daher wohl (fast) alle Träume begraben.

Penn State kommt mit einem überzeugenden 42-13 gegen Michigan im Gepäck nach Columbus. Wie schon gegen Indiana gelang ein schneller Start: Nach weniger als fünf Minuten stand es bereits 14-0, dadurch standen die offensivschwachen Wolverines sofort unter großem Druck. Besonders beeindruckt war ich davon, wie gut die Offense der Nittany Lions gegen die bisher exzellente Wolverines-Defense ein- und v.a. aufgestellt war. Nachdem die Spiele zuvor gegen Indiana und Northwestern Saquon Barkley im Running Game einigermaßen kontrolliert worden war, setzten HC James Franklin und sein OC Joe Moorhead auf eine leichte Modifikation. Bei Zone Read Runs tauschten QB Trace McSorley und Barkley pre-snap die Positionen, so dass Barkley quasi als „QB“ den Shotgun-Snap erhielt. Dadurch fiel es der Defense schwerer als bei sonstigen Zone Read- oder Option-Plays, Barkley aus dem Spiel zu nehmen, indem man sich mit mehreren Defendern auf ihn konzentriert. So bekam er ungleich größere Entscheidungsgewalt, wie und wohin sich der Spielzug entwickelt. Und dies nutzte er sofort im ersten Drive aus:

Saquon Barkley TD Run

Auch sonst entzauberten die Schemes die Michigan-D und insbesondere ihr hochkarätiges Linebacker-Corps. Mehrfach konnte Penn State Barkley gegen den schwächsten Coverage-LB, Mike McCray, isolieren, was zu einigen Big Plays im Passing Game inklusive eines Touchdowns führte. Zudem machte man sich das Overpursuing sowie die Überaggressivität der LBs gegen Barkley zunutze, indem McSorley öfter den Ball behielt (insgesamt 3 Rush TDs für ihn). Outschemed, outcoached.

Aber auch im Passing Game überzeugten die Lions (von einer INT von McSorley abgesehen). Insbesondere Slot WR DaeSean Hamilton konnte kaum  gecovert werden. Michigan zog früh seinen besten CB, Lavert Hill, nach innen, aber auch er hatte keine Chance gegen Hamilton. McSorleys „Mondbälle“ fanden immer wieder erstaunlich akkurat ihr Ziel.

Die Defense hatte von zwei Drives abgesehen wenig Probleme, aber da die Michigan-O alles andere als furchteinflößend ist, können hieraus sicherlich weniger Schlüsse gezogen werden als aus dem Auftritt der Offense.

Ohio State ist mittlerweile ein anderes Team als noch bei der Niederlage gegen Oklahoma. Die Passing Offense hat sich deutlich gesteigert (wohlgemerkt gegen schlechtere Gegner als die Sooners), und das wird auch gegen Penn State bitter nötig sein, da die Buckeyes auf gar keinen Fall zu eindimensional werden können. So sehr ich QB J.T. Barrett zu Beginn der Saison wegen seiner zu geringen Weiterentwicklung kritisiert habe, muss ich zumindest partiell Abbitte leisten: Wenn er Zeit in der Pocket hat, geht er schneller durch seine Reads, starrt das Primary Target nicht mehr ewig lange „down“ und entscheidet sich deutlich entschlossener.  Gerade gegen Nebraska mit seinem fehlenden Passrush war dies extrem augenscheinlich. Daher ist für mich einer der absoluten Keys des Spiels, ob die Buckeyes O-Line Barrett genügend Zeit dafür geben kann, mehr als einen Read vorzunehmen (was bei ihm eben immer noch länger dauert als bei einigen anderen QBs). Möglicherweise werden wir daher auch mehr als zuvor den 2016er Starter RB Mike Weber anstelle von Freshman-Sensation J.K. Dobbins sehen, da ersterer doch ein wenig erfahrener in Pass Protection ist. Falls die Nittany Lions SS Marcus Allen in oder nahe die Box stellen, um das Laufspiel zu kontrollieren, sollten sich Möglichkeiten für die Speedster Parris Campbell und Johnnie Dixon bieten. In der Redzone sollten die Lions verstärkt auf den großen WR Binjimen Victor achten, der sehr talentiert wirkt.

Für die Front-4 der Buckeyes wird es darauf ankommen, noch disziplinierter als sonst zu spielen. So gut ihr Passrush auch ist, dieser sollte hier nicht die erste Präferenz sein. Viel wird auf DT Dre’Mont Jones in der Mitte ankommen, der neben den ganzen Passrushern (Hubbard, Lewis, Bosa etc.) beinahe unbemerkt eine fantastische Saison spielt. Die LBs Chris Worley und Jerome Baker sind meiner Ansicht nach nicht ganz sattelfest in Coverage, hier muss sich DC Greg Schiano etwas einfallen lassen, um den Lions nicht dieselben günstigen Coverage-Matchups zu bieten wie die Wolverines. Evtl. den SS Damon Webb gegen Barkley stellen? Zudem wäre zu überlegen, ob man den besten CB Denzel Ward nach innen zieht, um ihn gegen Hamilton zu stellen. Nur benötigt man ihn eigentlich gegen Juwan Johnson outside.

Key Matchups:

Buckeyes LT Jamarco Jones vs. Lions DE Shareef Miller

Ein wenig stellvertretend für das Duell der Buckeyes OL gegen die Lions DL. Miller ist der beste Passrusher mit einigem Speed around the edge. Jones startet sein zweites Jahr und besitzt einen prototypischen LT-Body mit passabler Athletik.

Buckeyes QB J.T. Barrett vs. Lions CBs Grant Haley & Christian Campbell

Inwieweit wird es Barrett gelingen, seine Tendenzen gegenüber den CBs zu verbergen? Insbesondere seine Augen bzw. sein Blick stehen hier im Fokus. Haley und Campbell sind erfahrene CBs, die derartige Fehler schnell auszunutzen verstehen.

Lions WR DaeSean Hamilton vs. Buckeyes CB Kendall Sheffield

Hamilton dominierte mehrere Partien diese Saison (Michigan, Indiana) aus dem Slot, kann aber auch außen spielen. Sollten die Buckeyes keine Umstellungen vornehmen, bekommt er es wohl v.a. mit Alabama-Transfer Kendall Sheffield zu tun. Kann dieser Hamiltons brandgefährliche Crossing Routes eindämmen oder werden die Buckeyes verstärkt Zone Coverage spielen bzw. anderweitig die Last auf mehreren Schultern verteilen?

Lions RB Saquon Barkley vs. Buckeyes LBs

Ein entscheidendes Duell, welches man eigentlich bei jedem Nittany Lions-Spiel copy&pasten könnte. Allerdings bekommt es nach der Demontage der Wolverines-Defense eine besondere Stellung: Werden die Buckeyes-LBs disziplinierter zu Werke gehen? Und gelingt es ihnen besser, ungünstige Matchups im Passing Game zu vermeiden? Aufgrund von Barkleys Vieldimensionalität warten unterschiedliche Verantwortlichkeiten auf Schianos Defense.

 

#14 North Carolina State @ #9 Notre Dame

Spätestens mit dem haushohen Sieg gegen USC steht fest: Notre Dame is for real! Sollten die Irish ihre verbleibenden Spiele gewinnen (nach NC State warten unter anderem noch Miami und Stanford), dürften sie sicher die Playoffs erreichen.

Nachdem ich letzte Woche als einen der Keys die linke Seite der OL (McGlinchey und Nelson) gegen die Trojans DL/OLBs ausgemacht hatte, muss ich noch einmal kurz darauf zurückkommen: Es war absolut beeindruckend, wie sehr die beiden Irish-Liner dominiert haben. Insbesondere der etwas weniger im Fokus stehende Quenton Nelson blockte riesengroße Lücken, die für einen so physischen wie schnellen RB wie Josh Adams eine einzige Einladung darstellten. Obwohl die Irish-Offense mit ihrer starken Lauflastigkeit über Adams und QB Brandon Wimbush Tendenzen zur Eindimensionalität aufweist, gelingt es – auch aufgrund sehr guter Execution – momentan niemandem, diese zu stoppen.

Beinahe noch beeindruckender ist die Defense, die weiterhin kein Spiel mehr als 20 Punkte abgab, und das u.a. gegen drei aktuell gerankte Teams (Georgia, Michigan State, USC).

Heimlich, still und leise hat sich das Wolfpack nach der Auftaktniederlage gegen South Carolina in die Top 15 bewegt. Insbesondere die Offense hat sich im Laufe der Saison deutlich verbessert. QB Ryan Finley ist mehr als nur der klassische Verwalter: Obwohl er nicht den stärksten Arm besitzt, hat er in den letzten Wochen mehr und mehr auch Deep Shots wahrgenommen, wenn sich die Gelegenheit bot. Dennoch ist Ball Control weiterhin Priorität Nummer eins, was man auch daran sieht, dass Finley immer noch keine einzige Interception geworfen hat. Sehr akkurat bei Kurz- und Mitteldistanzen. RB Nyheim Hines, ein ehemaliger Trackstar, entwickelt sich in den Nuancen des RB-Spiels beständig weiter und dürfte in der zweiten Saisonhälfte ein noch wichtigerer Baustein der Wolfpack-O werden. Dadurch wird auch ein wenig Last von TE/RB/H-Back /WR Jaylen Samuels genommen, der vor der Saison als einzige wirklich ernstzunehmende Offensivwaffe galt.

Ähnlich der Irish-D ist auch die Verteidigung des Wolfpack mit Ausnahme von DE Bradley Chubb nicht mit der großen Starpower besetzt, aber eine extrem gut gecoachte Unit, die sound Football spielt. Aber reicht das gegen die Irish? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die LBs das Running Game dauerhaft unter Kontrolle halten. Und gelingt es der DL, Irish OG Quenton Nelson vom 2nd level fernzuhalten?

Key Matchups:

Irish LT Mike McGlinchey vs. Wolfpack DE Bradley Chubb

Zwei Spieler, die als (hohe bis mittlere) 1st round picks gelten auf zwei neuralgischen Positionen für die NFL: für alle Draftniks das wohl beste direkte Matchup des Wochenendes. McGlinchey ist vielleicht der beste OT des Landes: Athletisch, beweglich, aber auch technisch schon sehr weit. Sein Footwork vermeidet Anfälligkeiten gegen Inside Rush oder Counter Moves. Dazu ist er auch ein sehr guter Power Runblocker (gerade im Verbund mit Nelson).

Bradley Chubb ist ein oldschool  4-3 DE. Er besitzt ein gutes Arsenal an Passrush Moves (auch gute Counter Moves), vor allem hat er einen guten ersten Punch und allgemein starke Hände, mit denen er den Blocker aus der Balance bringt, Leverage gewinnt – oder diesen einfach via Bullrush ins Backfield schiebt. Im Gegensatz zu vielen Speedrushern (etwa: BCs Harold Landry) ist er auch ein exzellenter Run Defender. Sein Motor ist überragend, sein Tackling hart und meist sicher.

Wolfpack do-it-all Jaylen Samuels vs. Irish Defense

Sicherlich eine seltsame Matchup-Bezeichnung, aber bei Samuels kann man schwer von einem (oder mehreren) bestimmten Gegnern sprechen, nicht einmal von einer Unit.  Er wird auf allen offensiven Skillpositionen eingesetzt (inklusive Wildcat-QB) und ist ein wesentlich besserer Athlet, als es auf den ersten Blick scheint. Hier gilt es aus Wolfpack-Perspektive, sinnvolle Matchups zu kreieren, ihn per Motion umherzubewegen. Die Irish-D sollte immer ein Auge darauf haben, wo Samuels aufgestellt ist.

 

#16 Michigan State @ Northwestern

Achtung, Trap Game! Die Wildcats sind gerade für etwas eindimensionale Big 10-Teams immer ein unangenehmer Gegner. Michigan State quält sich gefühlt etwas durch den Schedule, aber trotz vieler enger Spiele haben sie weiterhin eine weiße Weste innerhalb der Conference.

Key Matchups:

Spartans QB Brian Lewerke vs. Wildcats S Godwin Igwebuike:

Auch wenn MSU mit ihren RBs LJ Scott und Madre London sowie QB Brian Lewerke vor allem das Laufspiel etablieren wollen wird, ist gegen Northwesterns diesbezüglich solider Defense nicht davon auszugehen, dass dies allein reichen wird. In Pass-Situationen sollte Lewerke immer auf Igwebuike achten, der sich in der Coverage noch einmal verbessert hat gegenüber 2016. In der Red Zone dürfte er sich verstärkt in Richtung Felton Davis orientieren, der in den letzten Spielen mehrere wichtige TDs fing.

Wildcats RB Justin Jackson vs. Spartans MLB Joe Bachie

Justin Jackson wird seine Karriere als einer der yardsmäßig besten Big 10-RBs aller Zeiten beenden, ohne dass das jemandem übermäßig aufgefallen sein dürfte. Ein wenig der jack of all trades, master of none. Besonders spektakulär sieht es selten bei ihm aus, aber er ist wahnsinnig effektiv und letztlich der Motor einer Offense, die ansonsten doch sehr inkonstant agiert (gerade in Person von QB Clayton Thorson).

Sophomore Joe Bachie kam ein wenig aus dem Nichts, ist momentan meiner Meinung nach der beste Defender der Spartans: Instinktive Tacklemaschine, der auch effektiv blitzen kann und in Coverage zumindest keine größere Schwäche ist. Er drückte den letzten Spielen doch merklich seinen Stempel auf.

Wildcats Superback Garrett Dickerson einbinden / verteidigen:

Northwestern hat nach dem Abgang von Austin Carr keine wirklich herausragenden WR mehr. Umso wichtiger erscheint es, den Superback Dickerson verstärkt einzusetzen. Dies gelang in den letzten Spielen eher weniger. Soll die Überraschung gelingen, müsste er wohl stärkerer Bestandteil des Gameplans sein.

 

#4 TCU @ #25 Iowa State

Achtung, Trap Game, die zweite! Obwohl: Die Cyclones sollte man spätestens nach dem Sieg gegen Oklahoma auf gar keinen Fall mehr unterschätzen. HC Matt Campbell macht hier einen hervorragenden Job, der ihm nach der Saison das eine oder andere Angebot von größeren Programmen bescheren dürfte.

Die Abwesenheit vom etatmäßigen Starter QB Jacob Park hat den Cyclones bislang nicht geschadet. Walk-on QB Kyle Kempt wirkt, als ob er diese Offense schon ewig führen würde. Mit RB David Montgomery hat er einen sehr unterschätzten, vielseitigen Runner mit herausragender Balance. Die riesigen und physischen WR Allen Lazard und Hakeem Butler geben außen gut erreichbare Ziele ab.

Herz der Defense ist MLB Joel Lanning, der ehemalige starting QB (!), der sich in der vergangenen Offseason zum LB umschulen ließ und dort seitdem mit herausragendem Einsatz überzeugt. Die Verteidigung der Cyclones ist insgesamt sicherlich nicht mit übermäßig viel Talent gesegnet, aber sehr unangenehm zu spielen.

Dennoch sollte Gary Pattersons Team eigentlich keine Probleme haben. Die Offense um QB Kenny Hill und die beiden RBs Kyle Hicks und Darius Anderson ist – auch aufgrund einer guten Offensive Line – gut ausbalanciert: im Passing Game sicherlich nicht ganz so spektakulär wie einige andere (auch Hill spielt etwas konservativer als bei Texas A&M), aber auch mit weniger Fehlern und Turnovern.

Die Defense der Frogs gehört in der traditionell defenseaversen Big 12 zu den stärksten und ist ein klarer Trumpf gegenüber den Konkurrenten um die Conference-Krone. Immer besser gefällt mir hier Travin Howard, ein undersized LB, der gegen den Lauf wesentlich größer und härter spielt, und aufgrund seiner Athletik eine hervorragende Reichweite besitzt. Wenn er mit der Front 6 (TCU spielt eine Nickel Base D) das Laufspiel stoppt und die Cyclones zum Passen zwingt, dürfte das Spiel deutlicher ausgehen, als ich es eigentlich erwarte…

Key Matchups:

Cyclones RB David Montgomery vs. Frogs LB Travin Howard

Frogs RBs Kyle Hicks & Darius Anderson vs. Cyclones MLB Joel Lanning

 

#11 Oklahoma State @ WVU

Die Offense der Mountaineers ist momentan red-hot, was vor allem mit QB Will Grier zusammenhängt. Obwohl er sich in der medialen Wahrnehmung im Schatten von Baker Mayfield und Mason Rudolph befindet, gibt es durchaus Argumente, ihn als momentan besten Big 12-QB zu bezeichnen. Zip und Downfield-Pässe müssen sich vor niemandem verstecken. Gerade mit WR David Sills ist er hervorragend eingespielt. Dieser fing in den letzten vier Wochen ganze 10 TDs! Die Slasher-RBs Justin Crawford und Kennedy McKoy sind immer für ein Big Play gut.

Gespannt bin ich auf die OK State Defense. War ihre gute Leistung gegen Texas scheme- bzw. matchup-bedingt (gegen ein doch eher eindimensionales Small-Ball-Team)? Den Wunsch, das Spiel beständig vor sich zu haben, wird ihnen die Mountaineers-Offense wohl kaum machen. Ein Shootout wäre hier wenig überraschend.

Auf der anderen Seite wird interessant zu sehen sein, ob WVU den Blueprint der Longhorns übernimmt und mit drei Safeties (zwei tiefen und einem darunter für die mittlere Zone) agieren wird? Safety ist wohl die stärkste Position der Mountaineers-D (mit Dravon Askew-Henry und insbesondere Kyzir White). Falls diese Option gewählt wird, um QB Mason Rudolph nur enge Fenster anzubieten, wird es darauf ankommen, dass MLB Al-Rasheed Benton hinter der Front-4 als einer von nur zwei LBs die Läufe von RB Justice Hill konsequent stoppt.

Auf der anderen Seite wird HC Mike Gundy gefragt sein, einen Plan B zu entwickeln, sollte das Spiel seiner Offense einen ähnlichen Verlauf nehmen wie gegen Texas. Sprich: Power Running (statt andauernder Shotgun-Runs & Draws) sowie schnelle Pässe an den Perimeter, wo sich die gefährlichen WRs dann jeweils gegen ihren CB durchsetzen müssten.

Cowboys QB Mason Rudolph vs Mountaineers SS Kyzir White & FS Davon Askew-Henry

Cowboys RB Justice Hill vs. Mountaineers MLB Al-Rasheed Benton

Mountaineers WR David Sills vs Cowboys CB A.J. Green

 

Georgia Tech @ #7 Clemson

Die Tigers hatten nun zwei Wochen Zeit zum Wunden lecken nach der Sensationsniederlage gegen Syracuse. Besser hätte die Pause nicht kommen können, zum einen wegen QB Kelly Bryants Verletzungen, zum anderen wegen der Vorbereitung auf GTs Triple Option. Auch wenn diese für jede Defense eine Herausforderung ist, sehe ich die Gefahr einer Überraschung hier geringer als sonst aufgrund Clemsons Defense Line, die die Offense Line der Jackets deutlich dominieren sollte. Mal schauen, ob HC Paul Johnson etwas mehr als üblich in die Trickkiste greifen wird.

 

#15 Washington State @ Arizona

Dieses Spiel habe ich hier vor allem aufgeführt, um meine Khalil-Tate-Watch fortzusetzen. Auch gegen Cal bestach er mit einem unglaublichen TD-Run:

Khalil Tate TD Run

Die Cougars erzielten letzte Woche einen seltenen Shutout gegen Colorado, von daher sollte die Niederlage gegen Cal aus den Köpfen raus sein. Wenn Arizona dem Favoriten ein Bein stellen will, müssen wohl viele Punkte aufs Board, da ich nicht glaube, dass die Wildcats-Defense die Air Raid der Cougars vor solche Probleme stellen wird, wie es Cal tat.

 

2 Gedanken zu „Vorschau Woche 9 – mit dem Halb-Zehn-Dilemma

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