Vorschau Woche 1: Tiger? Enten? Tigerenten?

Liebe Leute,

nach dem kleinen Aperitif ist es nun endlich wirklich soweit: Die College Football-Saison hat ihre Schleusen geöffnet – und zwar tagelang! Wer möchte, bekommt von Donnerstag bis Montag jeden Tag Football geboten. Und obwohl die Saison für die Top-Teams traditionell mit vielen leichteren Spielen beginnt, lassen sich dazwischen in der Regel einige echte Kracher finden.
Da die Woche vor dem NFL-Start so gestreckt ist, werde ich mehr Spiele als üblich vorstellen, mich dafür aber jeweils etwas kürzer halten. Sprich: nicht jeder Mannschaftsteil, nicht jedes Matchup wird beleuchtet. Das macht auch insofern Sinn, da sich bei vielen Teams das genaue starting Lineup erst finden muss. Geboten werden heute also kleinere Häppchen zum Appetit anregen. Nebenbei wird der Rest des letzte Woche gestarteten Mailbags abgearbeitet. Dabei sind die Fragen, die sich auf Spiele oder Spieler beziehen, die ich eh behandele, vorgezogen, und unten findet ihr dann den Rest.
Ich gehe die Tage chronologisch durch – mit einer Ausnahme: Los gehts natürlich mit dem…

Kracher des Spieltags:

#11 Oregon Ducks vs. #16 Auburn Tigers
(in Arlington, TX; Samstag, 01:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit)

Was für ein Hammer-Duell gleich in Woche 1! Wie schon in der letzten Saison misst sich Auburn zu Beginn mit einem der Top-Teams der Pac-12 auf neutralem Boden. 2018 setzten sich die Tigers in einer engen defensiven Schlacht mit 21-16 gegen die Washington Huskies durch, bevor ihre Saison dann doch ein wenig in die Binsen ging. Gelingt erneut gleich ein bedeutender Sieg?

Für die Ducks ist dieses Spiel aber beinahe noch bedeutender, und zwar aus zweierlei Gründen: Zum einen wäre ein Sieg Oregons für die gesamte Pac-12 ein Statement Win gegen die übermächtige SEC und würde die manchmal etwas vergessene Power-5 Conference wieder nach oben auf der CFB-Landkarte spülen. Darüber hinaus wären die Ducks ein ganz heißer early-season-Kandidat für die Playoffs und würden sich auch in den Rankings in eine exzellente Ausgangsposition bringen.
Zum anderen bietet dieses Duell die Möglichkeit der Revanche für die BCS Championship-Niederlage der Saison 2010/11. Allein der Name Michael Dyer wird im Staate Oregon wohl noch immer Entsetzen hervorrufen. Ich weiß, dass ich damit recht allein dastehe, aber für mich war das eines der besseren Finals der jüngeren Zeit, da es trotz gewaltiger Offensiv-Spieler eben kein Shootout und zudem taktisch-schematisch hochinteressant war. Wer es noch nicht kennt, sollte sich mal diese längere Zusammenfassung geben (ums zu bewerben: auf der einen Seite QB Cam Newton und DT Nick Fairley auf der einen Seite, HC Chip Kelly, RBs LaMichael James und Kenjon Barner und DE Dion Jordan auf der anderen Seite):

Zur Machbarkeit schreibe ich weiter unten etwas (vgl. Fazit).

Tigers Offense vs. Ducks Defense:

Kommen wir zum heutigen Duell – bzw. noch nicht ganz: Denn der damalige OC von Auburn ist der heutige HC Gus Malzahn. Malzahn lässt eine relativ einzigartige Offense spielen: eine Chimäre aus der uralten Delaware Wing-T und modernen Spread-Elementen, vorzugsweise mit einem RB und 4 WRs (teilweise auch mit 20-Personnel, wobei der FB dann eher als Move-TE agiert). Diese Offense basiert auf dem Lauf (idealerweise inklusive QB Runs) und schnellem Kurzpassspiel, das schönste sind jedoch die vielen verschiedenen, wahnsinnig kreativen WR Screen Plays.
Das größte Fragezeichen der Offense bestand auf der QB-Position nach dem Abgang von Jarrett Stidham (nun Patriots). In einem engen Duell zweier vollkommen unerfahrener QBs setzte sich 5-star true Freshman Bo Nix gegen redshirt Freshman Joey Gatewood durch. Nix ist der Sohn vom ehemaligen Tigers-QB Patrick Nix zu deren großer Zeit Anfang/Mitte der 90er Jahre. Nix soll etwas akkurater sein als Gatewood, der mehr Größe und einen besseren arm mitbringt. Angeblich war es aber so eng, dass Malzahn einige Plays für Gatewood callen will. Warten wir mal ab. Insgesamt wird Malzahn die Offense wieder zurückbauen, die er für den klassischen Pocket Passer Stidham adaptieren musste.
Nix wird in einer Offense spielen, die sich im Laufe der vergangenen Saison nach holprigem Beginn deutlich steigern konnte. Dies gilt insbesondere für die O-Line, die 2018 viele Starter ersetzen musste. Mittlerweile hat sich die neue Crew eingespielt und besitzt mit LT Prince Tega Wanogho: riesiger OT mit fantastischer Athletik und Mobilität, der vielleicht noch etwas an Power zulegen muss. Auch innen wirkte das um den starken C Kaleb Kim herum wesentlich verbessert.
Davon sollte nicht nur Nix, sondern ebenso das Laufspiel profitieren, dass 2018 zunächst ebenfalls schwer in die Gänge kam. Mit So. RB Boobie Whitlow haben die Tigers meiner Ansicht nach einen kommenden Star: kräftiger no-nonsense north-south Runner, aber mit überraschender Foot Quickness (schöne upfield Cuts), passablen Speed und guten Receiving Skills. Bei der Draftanalyse von Auburn-Prospects im April ist mir noch einmal verstärkt aufgefallen, wie viele fantastische Szenen Whitlow hatte. Watch out.
Bei den Receivern haben sich ein paar Veränderungen ergeben (Ryan Davis und Darius Slayton sind weg), doch hier merkte man schon im vergangenen Jahr, dass Malzahn verstärkt auf Speed setzt. WR Anthony Schwartz ist einer der schnellsten Spieler im College Football, laboriert aber noch an einem Handbruch und ist daher fraglich. Zusammen mit Backup RB Shaun Shivers hat er eine Menge mehr Explosivität in die Offense gebracht. Solche Spieler werden von Malzahn auch gerne mal bei Jet Sweeps etc. eingesetzt, hier muss die Ducks Defense konzentriert bleiben. Der physische WR Seth Williams ist ein weiterer Tipp von mir, den man sich unbedingt genauer anschauen sollte: Perimeter Weapon mit Speed, herausragender Body Control und fantastischen contested Catches. Dazu werden die erfahrenen Eli Stove und Will Hastings im Slot spielen (und evtl. den einen oder anderen Handoff bekommen). Malzahn rotiert hier in der Regel sehr viel.

Die Ducks Defense bekommt ein neues Gesicht: Nach dem Abgang von Defensiv-Guru Jim Leavitt verpflichtete HC Mario Cristobal als Ersatz DC Andy Avalos, zuvor DC bei Boise State. Während Leavitt eine 3-4 Defense spielen ließ, die chronisch undersized war, präfeiert Avalos eine Defense mit zwei hybriden Playern (DE/OLB und OLB/S), so dass von 4-3 bis 3-3-5 alles möglich ist. Meiner Ansicht nach sollte das dem Profil der Ducks Defense entgegenkommen, allerdings weiß man natürlich nie, wie lange es dauert, bis so ein Scheme implementiert ist.
Viele Augen werden auf true Freshman DE Kayvon Thibodeaux gerichtet sein, einen der beiden am höchsten gerankten Highschoolspieler des letzten Jahres. Hier hat Cristobal seinem Ruf als guter Recruiter mal wieder alle Ehre gemacht, denn solche Megatalente verirren sich in der Regel nicht nach Oregon. Thibodeaux hat bereits jetzt einen prototypischen DE-Körperbau und hat sich gleich den Starterposten (wenngleich in einer Rotation) gesichert. Neben ihm steht mit Jordon Scott ein kleiner schwerer NT mit niedrigem Schwerpunkt – wie ich sie mag. Insgesamt müssen die Ducks den Großteil ihres Passrushes nach den Abgängen von Jalen Jelks und Justin Hollins ersetzen, hier müssen einige Spieler (u.a. La’Mar Winston) eine Schippe drauflegen. Weiterhin verlassen kann man sich allerdings auf do-it-all LB Troy Dye, der sich ein wenig überraschend nicht für die Draft gemeldet hat und mittlerweile in seine vierte Startersaison geht: fantastischer, extrem athletischer Linebacker, in Coverage genauso einzusetzen wie aggressiv nahe der Line of Scrimmage. Hatte vor zwei Jahren mal einen Beitrag zu ihm geschrieben, falls jemand sich noch etwas genauer mit ihm beschäftigen will. Dye könnte je nach Aufstellung als ILB, non-passrushing OLB oder auch auf der Hybrid-Position spielen.
In der Secondary wird S Ugo Amadi (nun Seahawks) schmerzlich vermisst, aber die Ducks verfügen meiner Ansicht nach über eines der besten jungen CB-Duos des Landes mit Thomas Graham und Deommodore Lenoir. Die beiden habe ich schon zu Highschool-Zeiten ein wenig verfolgt, da sie auf dem Radar der Huskers waren, entschieden sich jedoch beide leider um. Graham ist ein physischer, aggressiver Corner mit exzellenten Ball Skills und meiner Ansicht nach ein veritabler NFL Prospect. Lenoir hat 2018 einen großen Sprung gemacht. Auf Safety hat man mit So. Jevon Holland ein großes Talent mit guter Range im Backend (5 INTs in seiner Freshman-Saison). Für diese Truppe wird es entscheidend sein, bei den vielen kurzen Pässen der Tigers sicher zu tacklen und sich nicht zu oft von WR-Vorblockern aus dem Spiel nehmen zu lassen. Bin gespannt, ob DC Avalos seine Safsties etwas weiter außen positionieren wird, um hier ggf. helfen zu können.

Key Matchups:

Tigers LT Prince Tega Wanogho vs. Ducks DE Kayvon Thibodeaux

Egal, wieviel Thibodeaux wirklich spielen wird: Das Duell gegen den Klasse-LT der Tigers wird nicht nur für den Ausgang dieses Spiels einiges verraten.

Tigers RB Boobie Whitlow vs. Ducks LBs Troy Dye & Isaac Slade-Matautia

Whitlow ist ein Punisher, der in jeden Tackle-Versuch (notfalls auch aufrecht) mit Vollgas geht. Dye ist leicht undersized, und der neue MLB-Starter Slade-Matautia (ebenfalls mal ein Kandidat der Huskers) noch unerfahren. Kann Whitlow laufen, wirds ein sehr langer Abend für die Ducks Defense.

Tigers WR Seth Williams vs. Ducks CB Thomas Graham

Auch wenn da noch nicht so viele an Board sind: Das ist ein absolute Topduell zweier junger aufstrebender Prospects. Williams wird für die längeren Bälle an der seitenlinie eingesetzt werden. Kann Graham trotz Längen-Nachteilen seine superbe Coverage ausspielen?

 

Ducks Offense vs. Tigers Defense:

Er ist tatsächlich zurück! QB Justin Herbert entschied sich sensationell zu einem Verbleib in Eugene, wohl auch, weil er so noch ein Jahr mit seinem Bruder Patrick Herbert (einem TE) zusammenspielen kann. Wie auch immer, der Top 10-Prospect für die kommende Draft hebt das Ducks-Team natürlich auf ein ganz anderes Level. Vier-Jahre-Starter mit Monsterarm, einer unterschätzten Mobilität für seine enorme Größe, guten Würfen aus dem Lauf und immer downfield-orientiert. Gunslinger-Mentalität, zudem kann er Pässe aus den unterschiedlichsten Lagen abfeuern (ein wenig wie Brett Favre oder Pat Mahomes). Ein wenig muss er noch an seiner Inkonstanz arbeiten (zu oft heiß/kalt), unter Druck verschwinden die sonst guten Mechanics teilweise (v.a. Footwork und Körperstellung).
Vor Herbert steht eine der wohl besten O-Lines des Landes. C Jake Hanson dürfte einer der Top 3 Center des Landes sein, OT/OG Calvin Throckmorton ist überall auf der Line einzusetzen (und ebenfalls ein Pro Prospect, den ich schon länger auf dem Schirm habe), dazu kommt mit dem jungen So. LT Penei Sewell ein großes Talent auf der neuralgischsten Position. Durch die Bank bis zum ersten Backup super besetzt.
HC Cristobal lässt eine Spread spielen, aber nicht so bedingungslos auf Up-tempo und kleine speedy Playmakers ausgerichtet wie seine Vorgänger Kelly und Helfrich. Auf RB hat sich der kleine vielseitige C.J. Verdell etabliert, von dem ich trotz guter Stats (insb. im Receiving) immer noch ein wenig mehr Difference erwarte. Backup ist übrigens Troy Dyes Bruder Travis Dye, ebenfalls eher klein und athletisch wie üblich bei den Ducks.
Die Receiver sollten auch nach dem Abgang von Dillon Mitchell eine Stärke darstellen, doch fehlen gleich mehrere der hoch gehandelten Freshmen verletzungsbedingt. Der kleine Slot Guy Jaylen Redd ist der statistisch beste verbliebene, besonders gespannt bin ich allerdings auf Penn State Transfer Juwan Johnson. Johnson ist ein Size/Speed-Talent von besonderer Güte, den ich hier auf dem Blog seit zwei Jahren anpreise, der aber einfach den Durchbruch nicht schafft aufgrund seiner enormen Inkonstanz: Auf ein Weltklasse Play mit Highlight Catch folgt ein Drop und eine schlechte Route. Mal schauen, ob er in neuer Umgebung den Schalter umlegen kann. Mit Jacob Breeland verfügen die Ducks zudem über einen der besten (deep) receiving TEs des Landes.

Boom! Boom! Boom! Ich freue mich jetzt schon auf das Duell der Ducks O-Line mit der Tigers D-Line. Ein viel besseres Positionsduell werden wir in den ersten Wochen College-Football nicht bekommen. Die Tigers Defense von DC Kevin Steele kommt auf den ersten Blick in einem normalen 4-3 Look daher, hat aber so einige kleine Wrinkles zu bieten. Der erste ist Steeles Präferenz für eine DICKE D-Line. Beef up-front, womit man die O-Line möglichst von den Linebackern fernhält. Selbst die DEs sind in der Regel mehr als 270 pounds schwer. Die 2019er Version der D-Line ist allerdings nicht nur schwer, sondern enorm talentiert. DT Derrick Brown ist schon jetzt ein Star und ein vergleichsweise sicherer 1st round pick in der kommenden Draft. Er entschied sich gegen einen frühen Sprung in die NFL und dürfte nun noch dominanter auftreten: Die Maße eines Nose Tackles (über 320 pounds), das flinke Footwork und die Athletik eines DEs, dazu mit enormer roher Kraft im Oberkörper und mit derart langen Armen ausgestattet, dass er sich die Gegner problemlos vom Körper halten kann. DE Marlon Davidson startet gefühlt seit einer Ewigkeit, ein ganz starker Mann gegen den Lauf. Der andere DE Nick Coe überraschte letztes Jahr mit einigen Passrush-Skills (insb. Bullrush) trotz seiner Statur, die eher an einen DT erinnert. Mit DE Big Kat Bryant steht ein talentierter Passrusher dahinter bereit. Diese Line muss man erst einmal überwinden.
Dahinter klaffen jedoch große Fragezeichen. Alle drei starting LB sind weg, u.a. das Herz der Defense mit Deshaun Davis. Die drei Nachfolger haben kaum Erfahrung (am ehesten noch MLB K.J. Britt). Diese vermeintliche Schwachstelle werden die Ducks sicherlich mit RB Routes und Crossern sowie im Laufspiel attackieren.
Die Secondary ist mit Ausnahme des besten Spielers CB Jamel Dean (nun Buccaneers) beisammen geblieben. Über weite Strecken 2018 war der unerfahrene CB Noah Igbinoghene die größte Schwachstelle (kein Wunder, er wurde von WR umgeschult und musste gleich in der SEC starten), gegen Ende sah das schon deutlich besser aus. Top Athlet, dem es natürlich noch an den Nuancen mangelt. Überraschend stark war dagegen das neue Safety-Duo Daniel Thomas und Jeremiah Dinson, das mit starkem Tackling eine ganze Menge potenzieller Big Plays entschärfte, sich aber auch gern mal Richtung Line of Scrimmage bewegt. Da die CBs oftmals Press/Man spielen, können die Safeties etwas weiter in die Mitte (oder nach vorne) rücken. Damit sind sie wertvoll gegen den Lauf, den Auburn gut verteidigen konnte.

Key Matchups:

Ducks C Jake Hanson vs. Tigers DT Derrick Brown

So gut Hanson ist, wird sich hier v.a. die Frage stellen, wie oft er ein Double Team gegen Brown benötigt. Kriegt Brown die Pocket regelmäßig kollabiert, wäre das gerade gegen einen QB wie Herbert Gold wert.

Ducks RT Calvin Throckmorton vs. Tigers DE Nick Coe (/Marlon Davidson)

Noch ist nicht klar, ob Throckmorton OG oder OT spielt. Falls letzteres, erwartet ihm mit dem physischen Bulldozer Coe ein fantastisches Matchup – sowohl gegen den Lauf als auch gegen den Pass. Besitzt Throckmorton genug core strength?

Ducks QB Justin Herbert vs. Tigers S Daniel Thomas & Jeremiah Dinson

Herbert neigt zu riskanten tiefen Bällen, die er in teilweise sehr enge Fenster feuert (was er sich bei seiner Armstärke grundsätzlich erlauben kann). Kriegen die beiden starken Safeties eins, wezi Mal die Hand an den Ball?

Fazit: Für mich ein völlig offenes Spiel mit den größeren Fragezeichen auf Seiten der Tigers (QB Nix, LB-Trio), aber auch einigen guten Matchups (RB Whitlow, D-Line vs. Run). Für mich ein echter Münzwurf. Obwohl ich für Auburn wegen Malzahn kleinere Sympathien mitbringe, riskier ichs mal und tippe auf einen knappen Sieg der Ducks, die sich damit in Stellung für ganz hohe Ziele bringen würden. Doch wie immer gilt: Eigentlich sollte man in solchen Duellen nicht gegen das SEC-Team wetten.

 

Die weiteren Spiele wie erwähnt chronologisch:

Donnerstag:

Donnerstag Nacht (also in der Nacht von Donnerstag auf Freitag) hat man so ein wenig die Qual der Wahl. Einige interessante Spiele, aber keines, was deutlich überragt. Ich nenne mal zwei Alternativen, die beide ihre Vorzüge haben.

UCLA Bruins @ Cincinnati Bearcats
(01:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit)

Klingt erstmal nicht nach dem großen Spiel, ist aber durchaus nicht uninteresannt. UCLA HC Chip Kelly muss nach einer enttäuschenden 3-9 Debüt-Saison nun ein wenig stärker zeigen, warum er vor nicht allzu langer Zeit als kreativster Offense-Coach im College Football wirkte. Doch so ganz traue ich dem Braten noch nicht. So. QB Dorian Thompson-Robinson zeigte ein paar gute Ansätze in seiner Freshman-Saison, seine O-Line soll wohl weiterhin Probleme im Passblock haben. Immerhin hat er mit RB Joshua Kelly einen der besten Runner der Pac-12 neben sich. Kelley ist ein ehemaliger Walk-On, kräftig gebaut, dazu sehr wendig und mit hervorragendem Burst auf den ersten Metern. Ein kleiner Geheimtipp, der noch zu sehr unter dem Radar läuft. Die Receiver sind allerdings unerfahren, und TE Caleb Wilson wird vermisst.
Die Defense sollte etwas besser sein als 2018. Mit DE Osa Odighizuwa (dem Bruder von Ex Bruins und Giants DE Owa Odighizuwa) hat man einen talentierten 3-4 5-tech DE, und ILB Krys Barnes ist wesentlich mehr als ein reiner Tacklesammler hinter der Line. Besonderes Augenmerk solltet ihr aber auf die Secondary richten: Dort steht mit dem ultrathletischen CB Darnay Holmes ein künftiger Star, und der kleine CB Elijah Gates machte ebenfalls einen starken Eindruck.

Die starken CBs werden auch nötig sein, weniger wegen herausragender Receiver von Cincinnati, sondern wegen ihres QBs. Desmond Ridder mag noch kein großer Name sein, die Betonung liegt hier allerdings auf noch: großer mobiler pass-first dual-threat QB mit einer natürlichen Ausstrahlung und Leadership, die man durch den Fernseher mitbekommt. Ridder verdrängte letztes Jahr als Freshman den langjährigen Starter Hayden Moore und wirkte kein Stück überfordert. Hat immer wieder einen fantastischen Deep Ball im Arsenal. Ich bin extrem gespannt auf die Fortschritte in Saison 2. Merkt euch diesen Namen.
A propos Namen merken: Dasselbe gilt für Workhorse RB Michael Warren (2018: 19 Rush TDs). Warren ist sehr bullig gebaut, spielt aber deutlich leichtfüßiger und athletischer und ist nebenbei ein exzellenter Receiver. Wir haben in diesem Spiel also zwei RBs, die noch ziemlich wenig Hype abbekommen. Zu Unrecht. TE Josiah Deguara spielte eine starke Saison, ihn sollte man im Auge behalten. Übrigens: Bei den Bearcats startet übrigens der deutsche redshirt Fr. LT Lorenz Metz: eine große Verantwortung für einen so jungen und unerfahrenen Spieler.
Das eigentliche Prunkstück der Bearcats ist allerdings die Defense, bei einem HC wie Luke Fickell (ehemaliger Ohio State Interims HC und DC) auch folgerichtig. Allerdings mussten einige Abgänge verzeichnet werden, insbesondere in der D-Line um den exzellenten 3-tech DT Cortez Broughton. Hier ist besonders die Secondary hervorzuheben, in der außen viel Man Coverage durch die beiden starken CBs Coby Bryant und Cam Jeffries gespielt wird. Mit S James Wiggins steht dahinter noch ein starker Centerfielder mit Nase für den Ball.
UCLA als Power 5-Team ist wohl Favorit, ich würde mich aber über einen Bearcats-Sieg keineswegs wundern. Ridder und Warren in der Offense muss die Bruins Defense erst einmal kontrollieren.

 

Georgia Tech Yellow Jackets @ #1 Clemson Tigers
(02:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit)

Wer kein spannendes Spiel, sondern jede Menge Superstars sehen will, ist beim Titelverteidiger Clemson genau richtig! In einem frühen Conference-Duell treffen die Tigers auf Georgia Tech, das nach dem Abgang von Kult-Coach Paul Johnson und seiner Triple Option Flexbone-Offense sich unter dem neuen HC Geoff Collins (ehemals Temple) erst einmal völlig neu aufstellen muss. Der radikale Wechsel auf eine moderne Spread wird dauern und minimiert die sowieso klitzekleinen Chancen auf eine Sensation gen Null.
Warum stelle ich das spiel hier dann überhaupt vor? Vor allem aus Talentevaluation- bzw. Draft-Gründen, ob für 2020 oder später. Clemsons Team ist absurd gut besetzt, und die aktuellen Erfolge im Recruiting lassen für den Rest der ACC schlimmes befürchten. Gehen wir doch ein paar ausgewählte Protagonisten mal durch und beginnen gleich mit einer Frage:

Natürlich ist alles möglich, aber ich kann mir einen Dropoff wirklich nicht vorstellen, Verletzungen natürlich ausgenommen. Im Normalfall sollte QB Trevor Lawrence noch dominanter auftreten als in seiner sensationellen Freshman-Saison. Es war ja nicht nur der Arm, der so beeindruckte, sondern vor allem das Decision Making und die Poise. Ich habe selten (oder noch nie?) einen jungen QB derart abgezockt in der Pocket stehen (und sich bewegen) gesehen. Lawrence hat das Gegenteil von „happy feet“ und knallte die Bälle ja auch noch in dem Moment raus, als der Druck bei ihm einschlug. Ich bin ein wenig gespannt, ob HC Dabo Swinney seine Mobilität noch ein wenig mehr einsetzt oder ob ihm das schlicht zu riskant ist. Im Normalfall reicht es ja, ihn aus der Pocket gewinnen zu lassen.
In der Offense gibt es natürlich noch so viel mehr zu bestaunen. RB Travis Etienne hat den besten Mix aus Speed und Beschleunigung und ist daher eine dauernde Big Play-Gefahr (gerade bei one cut & go). Sieht er die Lücke, ist es schon zu spät. Hat sich 2018 auch deutlich im Inside Running verbessert. Ab und an zu zögerlich, aber das ist letztlich nit-picking. Sollte sich noch als Receiver verbessern.
WR Tee Higgins ist ein Monster an der Sideline und bei contested Catches aufgrund seines großen Körpers und seines Basketball-Hintergrunds. Higgins gilt als Top Prospect für die kommende Draft und ist dennoch nur der zweit-talentierteste Receiver hinter So. WR Justyn Ross, der in seiner true Fr. Saison alle verzauberte und eigentlich schon jetzt das komplette Paket aus Size, Speed, Power, Top Hands und starken Routes/Footwork ist. Hinter Higgins und Ross kommen neben einigen Veteranen auch noch eine Menge hochtalentierter Freshmen-WRs nach.

In der Defense hebe ich aus Platzgründen nur drei Spieler hervor: So. DE Xavier Thomas ist einer derjenigen, der die vier D-Line-Stars der letzten Jahre ersetzen muss. Er klaute DE Austin Bryant in der vergangenen Saison schon immer mehr Snaps und ist meiner Ansicht nach auf dem Weg zu einem 1st rounder 2021. Unfassbarer Athlet mit tollem 1st step & Burst. OLB Isaiah Simmons ist ein ultraathletischer LB/S-Hybrid, wie sie Tigers DC Brent Venables so gerne auf dem Feld hat. Von Passrush bis (deep) Coverage überall einsetzbar. Vielleicht der beste Clemson LB der letzten Jahre. Und hinten steht mit CB A.J. Terrell der nächste lange Man/Press Corner mit starkem Footwork und (erneut) überragender Athletik bereit. Insgesamt ist die Defense eventuell etwas schlechter einzustufen als 2018, aber das sollte sich in Anbetracht der genialen Offense nicht so stark auswirken. Gegen ein Georgia Tech im Umbruch erst recht nicht.

Ich werde übrigens beide Spiele höchstens nebenher laufen lassen und mich auf den Auftakt meiner Buffalo Bulls gegen das FCS-College Robert Morris konzentrieren und schauen, wie sich der neue starting QB Matt Myers schlägt. Das Spiel stelle ich hier aber nicht genauer vor. Über die Bulls werde ich eh noch ausführlich schreiben, da muss ich mein Pulver nicht gleich zu Beginn verschießen.

 

Nachteulenalarm:

#14 Utah Utes @ BYU Cougars – The Holy War
(04:15 Uhr mitteleuropäischer Zeit)

Der Holy War gleich am ersten Spieltag, das ist doch eine schöne Überraschung. Utah hat die letzten 8 Spiele der Rivalry gewonnen und es gibt wenig Gründe gegen einen neunten Sieg in Folge. Die Utes gelten so ein wenig als sexy Pick und Geheimtipp, und das wohlgemerkt völlig zurecht. Eine funktionable Offense um den erfahrenen dual-threat QB Tyler Huntley und den exzellenten Power Back Zack Moss mit ein paar Waffen im Passspiel wie Speedster Jaylen Dixon oder den erfahrenen Mini-Slot WR Britain Covey. Prunkstück ist allerdings die Defense von HC Kyle Whittingham (der auch von dieser Seite des Balles kommt), in der man gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. DE Bradlee Anae ist ein sehr kompletter DE mit variablem Passrush und genug Power bei Run Plays. Die Mitte ist mit den beiden extrem massigen DTs Leki Fotu und John Penisini. Fotu ist der größere Name, doch der unbekannte Penisini hat mich gerade zu Beginn der vergangenen Saison ziemlich begeistert. Während die LB die Abgänge von Cody Barton und Chase Hansen kompensieren müssen, kann in der bärenstarken Secondary trotz des Verlusts von Marquise Blair aus dem Vollen geschöpft werden. CB Jaylon Johnson war eine der Entdeckungen der vergangenen Saison: physisch, aggressiv, beinahe nervig, dazu exzellente Ball Skills. Wiederholt Johnson seine Leistung, ist er ein 1st round Kandidat. Unter anderem wegen der großen Dichte auf CB hat der vormals beste CB Julian Blackmon auf Safety gewechselt und übernimmt Blairs Position. Nicht ansatzweise der Hitter (und Tackler) wie Blair, aber bessere Coverage.

Ich muss gestehen, dass ich mich seit Ende der letzten Saison (aka dem Bowl gegen WMU) nicht mehr mit BYU beschäftigt habe, daher möchte ich gerade zu Beginn der Saison gar nicht so viel sagen und erstmal abwarten. So. QB Zach Wilson ist ein durchaus talentierter mobiler Typ mit starkem Arm. Mit TE Matt Bushman hat er einen überdurchschnittlichen Ballfänger, ansonsten war das Receiving 2018 ziemlich unterirdisch. In der Defense muss HC Kalani Sitake den mit Abstand besten Spieler MLB Sione Takitaki (nun Browns) sowie DE Corbin Kaufusi ersetzen, aber immerhin gibt es gleich weitere drei Defender aus der nie enden wollenden Kaufusi-Familie (einmal DL, zweimal LB). Wenn das nix ist.

Im Normalfall sollten die Utes wenig Probleme haben, doch man sollte Rivalitäten nie unterschätzen. Zudem ist es das erste Spiel, da kann man schon mal ein wenig rostig sein.

 

Freitag:

Der Freitag hat weniger Spiele im Angebot als der Donnerstag. Ein richtiger Kracher ist nicht dabei, diese Duelle bieten alle ungefähr ähnlich viel.

#19 Wisconsin Badgers @ South Florida Bulls
(01:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit)

Die Badgers sind hier natürlich hoher Favorit, dennoch könnte die Aufgabe bei den Bulls kniffliger werden, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Wisconsin habe ich bereits in meiner Big Ten-Preview genauer vorgestellt. In der Offense wird es – voraussichtlich eine letzte College-Saison – den fantastischen RB Jonathan Taylor zu bestaunen geben, der mit einer neuformierten, aber dennoch wohl herausragenden Line um C Tyler Biadasz (den IMO besten C im College Football) die meisten Gegner in Grund und Boden laufen wird. Die Badgers verfügen über ein überraschend starkes Receiving Corps mit Danny Davis, A.J. Taylor und nun auch noch dem nach seiner Suspendierung zurückgekehrten Quintez Cephus, fraglich wird sein, wie gut QB Jack Coan diese wird einbinden können.
Die traditionelle 3-4 Defense hat aktuell nicht mehr die Klasse vergangener Jahre, doch sollte durch die Rückkehrer in der D-Line das gegnerische Laufspiel wieder besser eingedämmt werden. Der Passrush bleibt ein Problem, das wohl v.a. OLB Zack Baun lösen muss, dafür ist die Secondary (die Paradeunit von DC Jim Leonhard) zwar sehr jung, aber mit einigen Talenten besetzt, die letzte Saison einen großen Sprung gemacht haben (CB Faion Hicks, Safeties Scott Nelson & Eric Burrell).

USF hat vielleicht nicht das Talent der Badgers, jedoch genug, um in einer umkämpften AAC ganz oben mitzuspielen. HC Charlie Strong kann auf eine große Menge erfahrener Spieler zurückgreifen, um die letztlich enttäuschende letzte Saison (nach 7-0 Start am Ende 7-6) vergessen zu machen. Besonders gespannt bin ich auf das neue Offensivsystem von OC Kerwin Bell, der 2018 als HC von Valdosta State mit einem offensiven Feuerwerk die Division II-Championship gewinnen konnte. Um kompetitiv zu sein, braucht es allerdings definitiv eine bessere Leistung von Ex-Alabama QB Blake Barnett, den ich letzte Saison schon vor seiner Verletzung nicht sonderlich überzeugend fand. Barnett hat für Mid Major-Verhältnisse einen extrem talentierten Pool an Skill Playern um sich herum: von Florida Transfer RB Jordan Cronkrite, der 2018 richtig aufdrehte über den winzigen explosiven RB Johnny Ford bis zu TE Mitch Wilcox, einem der besseren Receiving TEs des Landes. Dazu überraschte WR Randall St. Felix in seiner Freshman-Saison als kräftiger deep Threat (unbedingt auf ihn achten, großes Talent!), und aus Michigan kommt der kleine Slot Guy Eddie McDoom. Könnte eine nette Offense werden.
Leider war die Bulls Defense 2018 sowas von unterirdisch gegen den Lauf (fast 250 Yards pro Spiel), dass ich ihnen gegen Jonathan Taylor keine Chance einräume. Zudem gab es große Probleme bei 3rd downs. Nun hat man in der Front 6/7 noch einige ansatzweise passable Spieler verloren, so dass der Optimismus eher begrenzt ist. Die DEs sind passabel aufgestellt mit Kirk Livingstone und dem undersized DE/OLB Greg Reaves, zumindest solange letzterer an seine starke 2017er Saison anknüpfen kann. Das Backfield ist mehr als solide, unter anderem mit dem Sleeper Mike Hampton (langer dürrer CB mit starken Ball Skills). Nur brauchts das gegen Wisconsin nicht unbedingt. Auf Seiten der Bulls muss man hoffen, dass man irgendwie 1-2 Turnover kreiert und die eigene Offense ein paar Schwachstellen der Badgers Defense ausnutzen kann. Wahrscheinlich ist das allerdings nicht.

 

Utah State Aggies @ Wake Forest Demon Deacons
(02:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit)

Jaja, ich weiß, namhaft klingt die Partie nicht unbedingt. Muss sie aber auch nicht, da sie einige Attraktionen bietet, allen voran Utah State-QB Jordan Love, der 2018 eine der besten Offenses des Landes dirigierte (47.5 Punkte im Schnitt!). Love war in der vergangenen Saison so ein wenig mein Geheimtipp als Pro Prospect, und ich schrieb in der kurzen Vorschau im Rahmen meines Draft Recaps (ganz unten), dass es mich nicht wundern würde, wenn er bei den Top-Prospects vorne reinrutscht: sehr mobil, gute Pocket Presence, starker Arm & quicker Release, kann auch mit Touch werfen, Augen immer downfield (manchmal zu lange), stellenweise spektakulär als Improvisateur. Muss noch ein wenig an der Erkennung von Coverage und der Schnelligkeit in den Progressions arbeiten (was teilweise an der Spread Offense mit limitierten Reads liegt), aber ist ein sehr spannender Typ. Love muss auf eine Vielzahl seiner Waffen im Passspiel verzichten (u.a. RB Darwin Thompson, TE Dax Raymond, WR Ron’Quavion Tarver), so dass man beobachten kann, wie er mit neuen Mitspielern klarkommt. Immerhin steht noch der zweite kleine Runner (und starke Receiver) Gerold Bright neben ihm im Backfield. Allerdings bleibt abzuwarten, wie die Aggies den Wechsel von HC Matt Wells (nun Texas Tech) auf HC Gary Andersen verkraften, der bereits zum zweiten Mal nach 2009-2012 Cheftrainer der Aggies ist.
Auch in der Defense hat USU ein paar echte Hingucker, etwa undersized Speedrush Demon Tipa Galea’i und vor allem ILB David Woodward, bei dem ich mich ernsthaft frage, wo der Hype bleibt. Spielt in der Base Nickel eine der beiden ILB-Positionen (hat damit also auch OLB-Aufgaben). Undersized, sehr athletisch, quick zum Ball, Gap Shooter upfield, Man Coverage gegen RBs oder TEs – Woodward ist enorm flexibel einsetzbar, was seine unfassbaren Statistiken der vergangenen Saison unterstreichen: 134 Tackles, 12.5 TFL, 5 Sacks, 3 PBU, 2 INTs. Macht wirklich enorm Spaß, unbedingter Tipp. Und wenn man schon dabei ist, mal einen halben Blick auf den kleinen CB D.J. Williams riskieren.

Bei Wake Forest hat in einem engen QB-Duell Jamie Newman den letztjährigen Fr.-Starter Sam Hartman geschlagen und wird gegen die Aggies starten. Auch nach dem Abgang von WR Greg Dortch hat er mit Sage Surratt und dem ewig angeschlagenen Speedster Scotty Washington ein paar gute Waffen. Der kräftige RB Cade Carney, der 2018 in der zweiten Saisonhälfte stark aufkam und den Starter Matt Colburn verdrängte, ist allerdings noch fraglich.
Die Defense der Deacs enttäuschte im vergangenen Jahr, hat allerdings ein paar nette Puzzleteile, auf denen man aufbauen kann. DE Carlos Basham ist ein kraftvoller Liner. Besonders angetan bin ich vom kleinen feisty CB Essang Bassey. Starker Tackler, aggressiv am Catch point, für mich einer der leckersten Sleeper überhaupt. Sein Gegenüber Amari Henderson ist ebenfalls nicht so schlecht. Das Duell zwischen Love und den CBs der Deacs könnte durchaus hochklassig werden.
Ich weiß gar nicht so genau, ob ich hier Wake Forest wirklich vorn sehe, wenn überhaupt wegen dem Coaching-Wechsel bei den Aggies.

 

Samstag:

South Alabama Jaguars @ #24 Nebraska Cornhuskers
(18:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit; das ranNFL-Spiel)

Wer mich oder meinen Twitter-Account kennt, weiß, wie wenig ich von ranNFL halte: weder vom Konzept noch von der Machart und erst recht nicht von der Verclownisierung des Sports. Von daher war es irgendwie folgerichtig, dass meine Huskers das erste Live-Spiel in der ranNFL-CFB-„Ära“ werden. Nungut, das gibt mir wenigstens die Gelegenheit, noch einmal über mein Team zu schreiben. Ausführliches zu den Huskers findet ihr natürlich in meiner Big Ten West-Vorschau.
Machen wir uns nichts vor, im Normalfall werden die Huskers das Spiel deutlich gewinnen. Immerhin gibt die Übertragung vielen die Gelegenheit, erstmals QB Adrian Martinez live zu sehen. Fleißige Leser und Leserinnen dieses Blogs wissen, wieviel ich von ihm seit seinem Commitment für Nebraska halte: auf dem Feld ein spektakulärer dual-threat QB mit explosiven Runs, deutlicher Steigerung im Pocket Passing und jeder Menge natürlicher Leadership, abseits des Feldes extrem erwachsen, geerdet und intelligent. Kurzum: Mein QB!
Gegen die sehr schwache Run Defense der Jaguars sollte es kein Problem sein, mit Martinez, dem Bulldozer RB Dedrick Mills (JUCO-Transfer, startete als Freshman in Georgia Techs Triple Option als B-Back), der eher durch Verteidiger als um sie herum läuft, und eventuell dem quicken, wendigen Mo Washington zu laufen. Washington muss sich allerdings noch in California vor Gericht verantworten (alles weitere dazu ebenfalls in der Big Ten West-Vorschau), ich muss ihn zumindest nicht unbedingt sehen. Das WR Corps um den kleinen, enorm toughen Playmaker J.D. Spielman ist sehr tief, und dennoch warten eigentlich alle auf das College-Debüt von true Freshman Wan’Dale Robinson, einem explosiven RB/WR Hybrid, wie HC Scott Frost sie so liebt (im Stil von u.a. De’Anthony Thomas bei Oregon). Wir werden viel Tempo der Huskers Offense sehen, die sich mit teilweise neuem Personal gegen eine überforderte Jaguars Defense hoffentlich wird einspielen können.
Die 3-4 Defense von DC Erik Chinander setzt in der Front-7 auf jede Menge Pressure, hat dafür allerdings auf OLB noch nicht das geeignete Personal. Eine Stärke wird die D-Line mit den Davis-Twins Carlos und Khalil außen und den Daniels-Brüdern (OK State Transfer Darrion Daniels startet, sein jüngerer Bruder Damion Daniels ist sein Backup) innen sein. Unbedingt achten sollte man auf den athletischen playmaking ILB Mo Barry, der eine enorme Range und Präsenz quer über den Platz hat, dazu viel Spielintelligenz und mehr Aggressivität, als man bei seinem Körperbau erwartet. Die CBs Dicaprio Bootle und das jahrelange Enigma Lamar Jackson (hochtalentiert, aber kommt nicht ausm Quark) sowie der junge Cam Taylor sollten eine weitere Stärke der Defense sein. Bootle überraschte 2018 mit herausragender Coverage auf allen drei Ebenen.

Was ist nun zu den Jaguars zu sagen? Zunächst Mal: Das Programm ist sehr jung. Die erste Football-Saison der Jaguars gab es erst 2009, und seit 2012 sind sie in der FBS und hier in der Sun Belt Conference. Unter ihrem vorigen HC Joey Jones konnten die Jaguars immerhin zwei Bowl Games erreichen, eine positive Bilanz gabs dagegen noch nie. Viele bekannte Spieler hat die Uni noch nicht hervorgebracht. Interessanterweise schafften es bislang drei Spieler in die NFL, allesamt TEs! Man könnte also von einer Mini TE-U sprechen. Der bekannteste ist sicherlich Gerald Everett, 2nd round pick und Starter bei den Rams. Die anderen beiden, Braedon Bowman und mein damaliger Sleeper Wes Saxton, konnten sich dagegen nicht durchsetzen.
Das aktuelle Team von HC Steve Campbell ist mir weitgehend unbekannt. Auf QB wird der unerfahrene So. Cephus Johnson in einer Spread Offense starten, wahrscheinlich wird er den Ball viel an den letztjährigen RB-Starter Tra Minter übergeben. Die Defense gehörte 2018 zu den schlechtesten der gesamten FBS, hat mit dem disruptive DT Tyree Turner und CB Jalen Thompson allerdings zwei ganz gute Spieler. Vielleicht fallen ja während der Übertragung auch andere Kandidaten ins Auge.
Alles andere als ein Blowout wäre allerdings eine ziemliche Überraschung.

Falls es früh entschieden ist, kann man sich natürlich mal das erste Spiel von QB Justin Fields im Jersey der Ohio State Buckeyes gegen Florida Atlantic anschauen. Der Gegner dürfte immerhin etwas besser sein.

 

Northwestern Wildcats @ #25 Stanford Cardinal
(22:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit)

Stanford und Northwestern treffen sich zu einem durchaus hochkarätigen Out of Conference-Duell, das so ein wenig unter dem Radar läuft, aber dennoch einiges zu bieten hat. Schließlich ist Northwestern amtierender Meister der Big Ten West, und Stanford gehört seit Jahren zu den Spitzenteams der Pac-12 North.
Die Wildcats habe ich bereits in der Big Ten Preview genauer unter die Lupe genommen. Überraschenderweise hat sich der hochgehandelte Clemson Transfer QB Hunter Johnson (ein ehemaliger 5-star, der vor allem wegen Trevor Lawrence transferierte) noch nicht eindeutig den Starterposten gesichert. HC Pat Fitzgerald plant offenbar, sowohl Johnson als auch den letztjährigen Backup T.J. Green (Sohn von Ex-NFL QB Trent Green) Spielzeit zu geben. Ohnehin wird das Hauptaugenmerk der lauflastigen Spread-Offense der Wildcats auf dem bulligen Workhorse RB Isaiah Bowser und seiner O-Line um LT Rashawn Slater liegen. Auf Receiver werden der große Possession WR Ben Skowronek, der immer mal für einen Highlight-Catch gut ist, und vielleicht auch der Speedy So. J.J. Jefferson im Fokus stehen. Jefferson sorgte in seinen limitierten Einsätzen letztes Jahr für ein vertikales Element, das der Wildcats Offense häufig abgeht.
Die opportunistische 4-3 Defense von DC Mike Hankwitz gehörte 2018 statistisch nicht zu den besten, machte aber in engen Spielen und entscheidenden Situationen oftmals den Unterschied aus. In der D-Line steht mit Joe Gaziano (hier ein paar mehr Infos zu ihm) ein kräftiger DE, der eher mit Technik, Kraft und Effort als mit Athletik punktet. Herzstück der Defense ist eindeutig die Linebacker-Crew. MLB Paddy Fisher ist ein kommender Star: idealtypische Maße, herausragende Instinkte und Reaktionen, harter Tackler, der 2018 im Gegensatz zu seiner fantastischen Freshman-Saison ein paar Tackles verpasste. Neben ihm steht mit OLB Blake Gallagher aus Wildcats-Sicht die Entdeckung des letzten Jahres. Die zwei Tackle-Monster (2018 beide über 100!) werden gegnerische Laufspiele versuchen früh zu unterbinden. Die viel auf Zone Coverage abgestellte Secondary ist dagegen vom starken S J.R. Pace abgesehen recht unerfahren.

Stanfords Offense wird ein anderes Gesicht als noch 2018 haben: Unter anderem versuchen sich nun RB Bryce Love, WR JJ Arcega-Whiteside und TE Kaden Smith in der NFL. HC David Shaw präferiert eine leicht angepasste Pro-Style Offense, die grundsätzlich eher methodisch als explosiv agiert (es sei denn, man hat einen Spieler wie Love). Angeführt wird die Offense von QB K.J. Costello, zu dem ich passenderweise eine Frage bekam (den zweiten Teil der Frage beantworte ich weiter unten):

Für Costello wird es ein interessantes – und weichenstellendes – Jahr werden. Costello ist ein klassischer Pocket Passer: groß, kräftig, starker Arm. Allerdings muss er sich in Sachen Mechanics noch deutlich verbessern, sowohl um in der kommenden CFB-Saison konstanter zu werden als auch als potenzieller NFL-Prospect. Costello hat immer wieder ein paar wilde Bälle im Arsenal, die bei den Pros fatal wären.
Insgesamt wird es für ihn darauf ankommen, mehr Variabilität in sein Spiel zu bringen. In den vergangenen Saisons profitierte er stark von den beiden riesigen Anspielstationen WR JJ Arcega-Whiteside und TE Kaden Smith, die er mit Jump Balls, Fades und Backshoulder Throws fütterte. Kann er eine Offense auch ohne diese beiden Mismatches führen?

Ein paar Skill Player hat er allerdings noch zur Verfügung: Auf RB kehrt Cameron Scarlett zurück, der Love in den letzten zwei Saisons ja eh immer wieder vertrat. Der hünenhafte TE Colby Parkinson ist mehr als ein Sleeper. Ich glaube, dass er aufgrund seiner größeren Athletik besser für die NFL projectet als Kaden Smith. Ich bin sehr gespannt, wie die Wildcats ihn verteidigen werden (LB Gallagher? S Pace?). Auf WR müssen sich erst neue Starter finden lassen, vielleicht bekommt ja Osiris St. Brown mehr Spielzeit? Prunkstück der Offense sind eindeutig die beiden Jr. Star-OTs Walker Little und Foster Sarell. Little gilt als angehender 1st round pick, muss allerdings noch ein paar Verbesserungen in der Pass Protection vornehmen; Sarell ist etwas unbekannter, aber ebenfalls ein großes Talent (extrem hoher Recruit aus der Highschool). Little gegen Gaziano wird ein spannendes Duell up-front, wobei ich ersteren da schon vorne sehe. Die interior O-Line hatte allerdings Schwierigkeiten mit dem Push, worunter das Laufspiel merklich litt.

Die Cardinal 3-4 Defense war letzte Saison ungewohnt inkonstant, immer wieder wacklige Leistungen sowohl gegen den Lauf als auch gegen den Pass. Nun muss von OLB Jordan Fox abgesehen die komplette Linebacker-Unit ersetzt werden, zuvor eindeutig der stärkste Mannschaftsteil. Immerhin kehrt die 3-man-front um den quicken, undersized NT Michael Williams und DE Jovon Swann zurück. Star der Defense ist eindeutig CB Paulson Adebo, der 2018 aus dem Nichts eine sensationelle Saison spielte: umgeschulter WR (was man an den Ball Skills und am Agieren am Catch Point merkt), hervorragende Athletik, sehr guter Tackler für einen CB. Zu Beginn der letzten Saison galt eigentlich CB Alijah Holder als der bessere CB, viele Offenses attackierten daher primär Adebo, bis sie merkten, dass das keine so ganz gute Idee ist. Wenn man die riesige Entwicklung innerhalb von zwei Jahren betrachtet, kann man Adebo ohne Weiteres zu den größten Talenten im gesamten College Football zählen. Möglicher 1st round pick in der kommenden Draft.

Zu Beginn der Saison tue ich mich schwer mit Tipps. Beide Offenses sind nicht wahnsinnig explosiv, beide Defenses sind solide mit jeweils einem kleineren Fragezeichen. Sollte ein enges Match werden, in dem der Heimvorteil (und die damit verbundene lange Reise der Wildcats) für mich den Ausschlag pro Stanford gibt.

 

#3 Georgia Bulldogs @ Vanderbilt Commodores
(01:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit)

Ich glaube zwar nicht, dass sich viele gegen Oregon vs. Auburn entscheiden werden, eine Alternative im Hinterkopf ist allerdings nie verkehrt. Top-Favorit Georgia trifft in einem frühen SEC-Duell auf Kellerkind Vanderbilt. Sicherlich kein Spiel, bei dem man lange Spannung erwarten kann, aber eines, in dem es dennoch einige interessante Matchups gibt, da die Commodores ein paar spannende Spieler in ihren Reihen haben. Primär wird es natürlich darum gehen, dass sich die Stars der Bulldogs vernünftig einspielen.
In der Pro Style-artigen Offense (allerdings mit neuem OC James Coley, eine interne Beförderung nach dem Abgang von Jim Chaney) gibt QB Jake Fromm mit seiner ruhigen, unspektakulären Spielweise weiter das Kommando. Stärken sind auf jeden Fall die fantastische O-Line, vielleicht die beste des Landes, um den kommenden 1st round pick LT Andrew Thomas (hatte ihn die vergangenen Jahre hier mal genauer vorgestellt), die bis in die Backups Spieler hat, die bei fast allen anderen Teams starten würden. RB D’Andre Swift ist rein von den Moves her der vielleicht beste Runner der Klasse: kompakter Körper, niedrige Balance, ansatzlose Cuts, macht wahnsinnig Spaß ihm zuzusehen. Einzig bei den Passfängern gibt es nach dem Abgang von Riley Ridley, Terry Godwin, Mecole Hardman, Isaac Nauta und dem Rausschmiss von Jeremiah Holloman ein paar Fragezeichen, aber einige vielversprechende junge Talente.

Die 3-4 Defense der Bulldogs, HC Kirby Smarts Paradedisziplin, muss wie immer einige Spieler ersetzen (u.a. CB Deandre Baker, OLB D’Andre Walker), dürfte jedoch wieder exzellent aufgestellt sein. Wichtig wird vor allem sein, dass der Passrush wieder besser funktioniert als im vergangenen Jahr, wo außer Walker kaum jemand in Erscheinung trat. Hoffnungen ruhen sowohl auf 5-tech DE Malik Herring als auch insbesondere auf true Freshman OLB Nolan Smith, der neben Oregons Thibodeaux (s.o.) der beste Recruit des letzten Jahrgangs war. Smith wird sofort starten. Mit dem unterschätzten Monty Rice hat man einen starken, athletischen ILB mit guter Range, der sich in seinem zweiten Starterjahr als Nachfolger von Roquan Smith noch einmal verbessern sollte. Ein kleiner Sleeper-Kandidat. Das Backfield sieht sehr gut aus: Smart lässt hier viel Cover 1 Man und Cover 3 spielen und übergibt den CBs viel Verantwortung. So. CB Tyson Campbell sollte nach einer soliden Freshman-Saison (in der man sich vielleicht schon etwas mehr erhoffte) nun den nächsten Schritt machen. Das beste an der Verteidigung sind die Safeties: Für J.R. Reed rühre ich auf diesem Blog seit zwei Jahren die Werbetrommel (wer will, gebe seinen Namen in die Suchleiste ein): unspektakulärer, aber verdammt sounder Safety, kontrollierter, sicherer Tackler, gute Spielintelligenz, und immer für einen Turnover in entscheidenden Situationen gut. Kam etwas überraschend für seine Senior Season nach Athens zurück. In der letzten Saison wurde er allerdings fast ein wenig überschattet von Richard Lecounte, den ich euch ebenfalls dringend ans Herz legen möchte. Lecounte ist kleiner und schmaler gebaut, hat seine Stärken eher in der Coverage: herausragender Football IQ, antizipiert Routes und Spielsituationen, spielt aggressiv den Ball und Gegner vor ihm. Hat immer mal einen missed Tackle drin und ist nicht der härteste Run Defender, aber auch hier keineswegs schlecht (immerhin führte er das Team nach Tackles an). Einer meiner absoluten sleeper-Kandidaten. Diese beiden Safeties erlauben es Smart, vorne und außen etwas risikobehafteter spielen zu lassen.

Ich wollte ja eigentlich noch auf ein paar Vanderbilt-Spieler eingehen. Dort könnte zumindest eine spannende Offense auf dem Feld stehen. Noch ist nicht klar, ob HC Derek Mason sich für Deuce Wallace oder für Ball State Transfer Riley Neal als QB entscheidet. Star der Offense wird so oder so RB Ke’Shawn Vaughn sein, ein Illinois Transfer, der letzte Saison beinahe unbemerkt eine überragende Saison gegen die gefürchteten SEC-Defenses spielte (1244 Rush Yards, 7.9 Yards pro Lauf!): spektakulärer one-cut Runner mit Top Vision, überragender Quickness und Speed, der allerdings nebenbei noch über 210 pounds wiegt und daher genauso gut inside läuft und dort entweder mit seiner enormen Wendigkeit oder eben auch Power Tackles brechen kann bzw. noch eins, zwei toughe Yards rausholt. Vaughn hat meiner Ansicht nach die Chance, bei den Top-RBs reinzurutschen. Watch out.
Zudem ist mir bei der Sichtung der SEC-Cornerbacks vor der vergangenen Draft WR Kalija Lipscomb sehr positiv aufgefallen. Guter Route Runner, der mit Technik und sicheren Händen gewinnt. Könnte man sich mal merken.

Also: Ein paar spannende Matchups gibts insbesondere zwischen Commodores Offense und Bulldogs Defense, aber knapp wirds wohl eher nicht.

 

Sonntag:

Houston Cougars @ #4 Oklahoma Sooners
(01:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit)

Selbst am Sonntag bekommen wir noch einen echten Leckerbissen geboten. Wirklich toll, dass die NFL erst nächste Woche beginnt! Leckerbissen bezieht sich hier voraussichtlich allerdings nur auf die Offenses. Bei den Sooners mit ihrem enorm kreativen HC Lincoln Riley, der seine Air Raid-Abart mit verschiedenen anderen Offensivphilosophien gepaart hat, werden alle Augen zunächst auf Alabama Transfer QB Jalen Hurts gerichtet sein. Kann Riley nach den überragenden Entwicklungen von Baker Mayfield und Kyler Murray auch ihn zu einem Top (Passing) QB machen? Doch selbst wenn nicht, sehe ich wenig Grund zur Sorge, da Riley sein System flexibel auf die jeweiligen Stärken anpassen kann. Trotz der Abgänge von Hollywood Brown und vier Fünftel der besten O-Line des Landes 2018 können Riley und Hurts aus dem Vollen schöpfen. WR CeeDee Lamb ist meiner Ansicht nach kompletter und talentierter als Brown, mit herausragender Körperkontrolle und Catch Radius und wesentlich physischer, als es sein dürrer Körperbau vermuten lassen würde. Lamb dürfte nächste Draft in Runde 1 gehen, wenn er sich nicht verletzt. TE Grant Calcaterra ist einer der besseren Receiving TEs des Landes, und Riley hat mit drei Super-Receivern aus der Highschool nochmal ordentlich nachgelegt (Jadon Haselwood, Theo Wease und Trejan Bridges – zwei 5-stars, ein hoher 4-star). Und als ob das nicht genug wäre, verfügt man mit dem vielseitigen Trey Sermon und dem spektakulären Slasher Kennedy Brooks über eines der besten RB-Duos des Landes. Einzig die O-Line ist – abseits von Star-C Creed Humphrey – noch ein kleines Fragezeichen.

Fragezeichen gibt es in der Defense genug, die nun von Ex-Ohio State Co-DC Alex Grinch betreut wird. Wie üblich in der Big 12 gilt: Cover 4 Off, tiefe Safeties, keine Big Plays zulassen. Und selbst das klappte 2018 meist nicht. Ein paar gute Spieler sind in dieser Defense zu finden, insbesondere der bärenstarke NT Neville Gallimore und die Tackle-Maschine MLB Kenneth Murray, zu dem ich hier schon mehrfach ein paar Sätze verloren habe, aber gerade hinten wirds wacklig. Vielleicht kann ja mein alter Spezi CB/S Bookie Radley-Hiles (den ich zu seiner Zeit als Huskers-Commit sehr schätzen gelernt habe) nach einer enttäuschenden Freshman-Saison einen Schritt nach vorn machen.

Houston überraschte mit einer der ungewöhnlicheren Trainer-Verpflichtungen des letzten Jahres. HC Dana Holgorsen von West Virginia ging freiwillig eine Ebene tiefer und schloss sich den Cougars an. Das ist für die gesamte AAC, die mittlerweile fast als sechste große Conference betrachtet werden könnte, schon eine echte Hausnummer. Holgorsen ist ebenfalls ein Air Raid-Schüler, lässt allerdings eine andere Variante als Riley spielen. Hauptattraktion wird der spektakuläre QB D’Eriq King sein, der 2018 eine Heisman-würdige Vorstellung hinlegte (36 Pass TDs und 14 Rush TDs in 11 Spielen), bevor er sich verletzte. King muss sich von der RPO-lastigen Spread des Vorgängercoaches Major Applewhite nun auf die Air Raid von Holgorsen umstellen, was ihm eigentlich liegen sollte, so ganz genau kann man das allerdings letztlich nie prophezeien. King ist klein und schmächtig und damit möglicherweise limitiert für die Pros (obwohl man das abwarten muss), aber hat enorme Fortschritte als Passer gemacht: guter Arm, hervorragend on the move, improvisiert herausragend, kann Plays verlängern. Dazu ist er ein dauernder Highlight-Film als Läufer aufgrund seiner absurden Cuts & Moves und seiner allgemeinen Athletik. King dürfte die Sooners Defense vor einige Probleme stellen.
Und was oft vergessen wird: Er ist kein Alleinunterhalter in der Cougs Offense, sondern hat ein unterschätztes, aber sehr starkes Receiving Corps. WR Marquez Stevenson ist körperlich vielleicht nicht so beeindruckend, dafür ein recht kompletter Receiver ohne größere Schwächen: speedy, guter Route Runner, nette Cuts, durchaus auch tief eine Gefahr. Einer meiner Breakout-Kandidaten. WR Keith Corbin hat seine Stärken vor allem bei vertikalen Routen: stark after Catch, immer wieder für einen tiefen Highlight Catch gut. Der größere Courtney Lark ist ebenfalls kein schlechter.
Das erfahrene RB-Duo erwähne ich dagegen vor allem wegen der Namen: Patrick Carr und Mulbah Car, das passt einfach! Holgorsen sollte mit dieser Offense massig Punkte auflegen, selbst gegen die Sooners.

Dennoch werden die Cougars keine Chance haben aufgrund ihrer Defensive: die besten Spieler sind weg (DT Ed Oliver, CB Isaiah Johnson, LBs Austin Robinson & Emeke Egbule), zudem fehlt die komplette Depth auf CB. Dort haben sich Holgorsen und sein DC Joe Cauthen massig Transfers an Land geholt, da keiner der hiesigen Corners 2018 mehr als minimale Spielzeit sah, aber das wird sich auf die Schnelle nicht beheben lassen, insbesondere wenn dazu noch eine Umstellung auf ein 4-3/3-3-5 System erfolgt, wie Cauthen es wohl spielen lassen will (was ja auch zu Holgorsens Defenses bei WVU passt). Egal, wie groß die Fortschritte von QB Hurts im Passing konkret sind: Er und seine Receiver werden diese löchrige Secondary auseinandernehmen, wenn kein Wunder geschieht.

Von daher können wir zwar Offense satt sehen, aber ob es knapp wird, sehe ich eher kritisch. King und seine Receiver müssten wohl in fast jedem Drive punkten, um das perverse Ungleichgewicht zwischen Sooners Offense und Cougars Defense auszugleichen.

 

Soweit die nun doch sehr ausführlichen Vorschauen. Kommen wir zum Abschluss noch zum Mailbag, also den Fragen, die im Laufe der Previews noch nicht beantwortet wurden:

Hier werde ich mich auf eine Auflistung beschränken, da ich alle diese Spieler im Laufe der Saison noch einmal näher vorstellen werde. Könnte aber dennoch ja eine ganz gute Übersicht sein und eventuell bei der Auswahl der Spiele helfen. Das ganze wird sich ein wenig (aber nicht ausschließlich) an der Draft und der Pro Projectability orientieren.

Die Top-Quarterbacks sind voraussichtlich Alabamas Tua Tagovailoa, Clemsons Trevor Lawrence und Oregons Justin Herbert. Lawrence kann sich allerdings als true Sophomore noch nicht für die kommende Draft melden. Zu ihm und Herbert habe ich weiter oben ja schon ein paar Zeilen verloren, Tua habe ich sowohl auf diesem Blog genauer unter die Lupe genommen (hier die ausführlichste Analyse), zudem habe ich zu Tua und Herbert ein paar Worte als Gast im Down, Set, Talk-Podcast verloren.

An Georgias Jake Fromm werden sich die Geister scheiden: Die einen sehen zu wenig Difference Maker und keine Elite-Arm, die anderen werden seine Accuracy und sein allgemeines Spielverständnis betonen. Mein Sleeper war der oben kurz beschriebene QB Jordan Love von Utah State, der in den letzten Monaten deutlich an Hype gewonnen hat und nicht mehr wirklich als Sleeper gelten kann. Houstons D’Eriq King ist vielleicht noch nicht der beste NFL-Prospect, aber einer der Top Colleeg QBs. Und als Homer-Pick muss ich auch Nebraskas Adrian Martinez nennen.

Dazu gibts tonnenweise weitere QBs, die man im Auge behalten kann: Von dual-threats (in unterschiedlicher Gewichtung) wie Khalil Tate (Arizona), Kelly Bryant (Mizzou), Jalen Hurts (Oklahoma), Justin Fields (Ohio State), Shea Patterson (Michigan), Nathan Rourke (Ohio), Brock Purdy (Iowa State), Cole McDonald (Hawai’i) über klassischere Pocket Passer wie Nate Stanley (Iowa), Jacob Eason (Washington), K.J. Costello (Stanford), Steve Montez (Colorado) bis zu Talenten wie Desmond Ridder (Cincinnati) oder J.T. Daniels (USC). Die Liste ließe sich beliebig erweitern und ist keinesfalls als Ranking zu verstehen.

Auf Running Back erwarte ich eine historisch tiefe Draftklasse. Auch hier beschränke ich mich auf eine unvollständige Auflistung inklusive der größten Stärke – zu den allermeisten RBs werde ich aber schon an der einen oder anderen Stelle auf diesem Blog etwas verfasst haben (bei Interesse einfach die Suchfunktion benutzen): Clemsons Travis Etienne (Weltklasse Speed & Burst), Georgias D’Andre Swift (Weltklasse Moves & Cuts, Balance), Wisconsins Jonathan Taylor (Big Back mit Power, Footwork, Speed), Ohio States J.K. Dobbins (Elusiveness, Contact Balance), Boston Colleges A.J. Dillon (Power, Masse, Leg Drive), Utahs Zack Moss (Bruiser mit Quickness). Dazu kommen meine beiden Geheimtipps, Vanderbilts Ke’Shawn Vaughn (s.o.) und Arizona States Eno Benjamin (sehr spannender all-around Back, shifty, Top Moves). Dazu die angesprochenen Sooners RBs Sermon und Brooks, Florida States Cam Akers, Alabamas Tier Najee Harris, Marylands Speedster Anthony McFarland, Floridas Lamical Perine, OK States Chuba Hubbard, TCUs physischer Freak Sewo Olonilua, Auburns Boobie Whitlow, die beiden oben vorgestellten (UCLAs Kelley und Cincinnatis Warren) usw. usf. Ich könnte hier noch deutlich länger weiterschreiben – klar sollte aber sein, dass auf RB gerade ein extrem hohes Talentlevel besteht, das sich unter Umständen in der nächsten Draft bemerkbar machen wird.
Zu Swift und Etienne haben ich übrigens auch schon in erwähntem Down, Set, Talk-Podcast eine kurze Einschätzung abgegeben.

Zweiter Teil der Antwort, zu FSU: Wenn ich böse wäre, würde ich sagen: wieder ein Bowl Game erreichen. Nach eine in vielerlei Hinsicht desaströsen Debüt-Saison von HC Willie Taggart, in der die Seminoles zum ersten Mal seit über 40 Jahren eine negative Bilanz erzielten, ist der Druck bereits merklich spürbar. Leider hat Taggart aus meiner Sicht die falschen Schlüsse gezogen und OC Kendal Briles eingestellt, den Sohn von Ex-Baylor HC Art Briles, der in den Vertuschungsskandal der Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe von Baylor-Spielern involviert war. Briles wird eine no-huddle Spread installieren, doch auf dem Feld werden alle Augen auf die O-Line gerichtet sein, die in den letzten Jahren arg gebeutelt vom Verletzungspech war und größtenteils nur aus Drehtüren bestand. Mit RB Cam Akers hat man potenziell einen der besseren Runner des Landes, nur wird man das in irgendeiner Form nutzen können? Nach dem Rausschmiss von QB Deondre Francois darf nun voraussichtlich James Blackman wieder ran, der als Freshman nach Francois‘ Verletzung 2017 einige startererfahrung sammeln konnte. Aber ist das hinter einer solchen Line wirklich ein Geschenk?
Bei der Defense erwarte ich im zweiten Jahr unter DC Harlon Barnett (ein Schüler von Michigan State-HC Mark Dantonio) substanzielle Verbesserungen, allein da er mit einer sehr jungen Truppe angetreten ist. Der Umbau der Offense dürfte aber noch mindestens ein Jahr dauern. Daher glaube ich (noch) nicht, dass FSU bereits ganz oben in der ACC anklopfen kann. Taggart muss erst einmal ein Fundament aufbauen und Stabilität in den Laden bringen.

Da fallen mir gerade vor Saisonbeginn natürlich einige ein. Insgesamt ist die AAC wirklich top besetzt, so dass man fast von einer sechsten Power Five-Conference sprechen könnte. UCF wird auch mit Ex-Irish QB Wimbush und den explosiven Runnern wieder ganz vorne mitspielen, hat aber einige Konkurrenz in der eigenen Division mit Cincinnati und South Florida. Cincinnatis HC Luke Fickell hat innerhalb von zwei Jahren eine Top-Defense auf die Beine gestellt, und mit QB Desmond Ridder stellen die Bearcats zudem meiner Ansicht nach eines der größeren QB-Talente der Group of Five (s.o.). South Florida tritt mit einem sehr erfahrenen Team an, das gerade in der Offense für Furore sorgen sollte.
Die AAC West ist mit Houston und Memphis nicht so viel schwächer bestückt. Houston gelang halt der große Coup mit HC Dana Holgorsen. Mit QB D’Eriq King hat man einen der besten und spektakulärsten College-QB des Landes, der in Holgorsens Air Raid-Variante brillieren sollte (s.o.). Memphis sollte trotz der Abgänge der RBs Henderson und Pollard in der Offense weiterhin top aufgestellt sein, und die junge Defense ist weitgehend zusammengeblieben und sollte einen größeren Entwicklungsschritt machen.
Aus der MWC sollte man neben dem unvermeidlichen Boise State auch Utah State und Fresno State auf der Rechnung haben. Utah State muss den HC-Wechsel auf Gary Andersen verkraften, hat mit Jordan Love aber eines der absoluten Top-Talente auf QB (s.o.). Und Fresno State hat bereits 2018 unter HC Jeff Tedford gezeigt, dass man mit einer Monster-Defense weit kommen kann. Allerdings müssen die Bulldogs hier einige Key Player ersetzen (LB Allison, CB Kelly, S Bell).
Die MAC schätze ich diese Saison etwas schwächer ein als in den vergangenen Jahren. Vielleicht schafft es Ohio endlich mal, ohne unnötige Niederlagen durch die Saison zu kommen. Deine Toledo Rockets dürften in der MAC West erneut zu den Favoriten gehören, aber ich sehe sie nicht ganz so weit oben wie die genannten Teams aus der AAC (hier der Link zum MAC Preview).
Aber wie so oft wird alles sicherlich ganz anders kommen.

Haha, ich hasse tippen, wie die treue Leserschaft eventuell weiß. Aber da ich versprochen habe, jede Frage zu beantworten, muss ich da wohl durch 😉 Clemson und Alabama sind natürlich die Top-Favoriten, Georgia ist nicht weit dahinter. Danach gelten vor allem Oklahoma, Ohio State und Michigan als Kandidaten. Ich wähle jetzt einfach mal Oregon als viertes Team, einfach um ein wenig Farbe reinzubringen, obwohl sich das ja bereits am Samstag erledigt haben könnte. Normalerweise bin ich grandios schlecht im Tippen. Immerhin: Falls das sich erneut bewahrheitet, können wir uns immerhin auf eine spektakuläre CFB-Saison freuen.
Die beiden Top-Favoriten auf die Heisman sind sicherlich die beiden QBs Tua Tagovailoa und Trevor Lawrence. Wenn es nach mir ginge, würde Wisconsins RB Jonathan Taylor eine Career Heisman bekommen, sollte er seine sensationellen Leistungen der beiden Vorsaisons noch einmal wiederholen können. Doch ist das angesichts der zu geringen Stärke des Badgers-Teams beinahe ausgeschlossen. Leider hat es sich mittlerweile eingebürgert, dass nicht unbedingt der beste College-Spieler die Trophäe erhält. Nur Quarterbacks eines Top 20-Teams oder Running Backs eines Top-5 Teams kommen realistischerweise in Frage.

Ich schrieb bereits während des Spiels:

McDonald wirkt wirklich ab und an wie ein Hinterhof-QB, der die Bälle nach Lust und Laune rausfeuert. Doch sind da halt Würfe bei gewesen, bei denen du schon in der Highschool mächtig den Kopf gewaschen bekommst. Wenn er on fire ist, bleibt er für mich ein NFL-Kandidat, da seine starken Tools sich in den guten Phasen doch sehr bemerkbar machen. Doch wenn er die boneheaded Plays nicht lässt, wird er schneller auf der Bank landen, als ihm lieb ist. Hawai’i verfügt über einen vielversprechenden Backup mit redshirt Freshman Chevan Cordeiro, der ja gegen Arizona im vierten Viertel für McDonald eingewechselt wurde. Lang ist die Leine für McDonald bei HC Nick Rolovich aktuell nicht. Im heutigen CFB ist das Vermeiden von Turnovern eben noch einmal wichtiger geworden als vor zwei, drei Jahrzehnten.

Ich gebe gerne zu, dass mich die Entscheidung pro Jarren Williams (oder eher: gegen Tate Martell) überrascht hat. Grundsätzlich fand ich Williams‘ Leistung für einen Freshman in seinem ersten College-Spiel gegen eine der besten Defenses des Landes durchaus okay. Er war ein wenig zu zögerlich und wollte unbedingt Fehler im Passspiel vermeiden, weswegen er den Ball teilweise viel zu lang hielt und damit die schlechte O-Line-Leistung der Canes gewissermaßen ergänzte. Doch gab es immer wieder Momente, in denen sein Potenzial mehr als aufgeblitzt ist (etwa die Pässe über die Mitte auf den sehr talentierten TE Brevin Jordan). Auch wenn die Stats in der ersten Halbzeit gut waren (was aber v.a. an den WR und TE Screens mit vielen Yards after Catch lag), fand ich ihn in der zweiten Halbzeit verbessert, was die mittleren Distanzen betrifft. HC Manny Diaz sollte definitiv nicht zu schnell beginnen, diese Entscheidung zu überdenken. Gebt Williams etwas Zeit, sich an die Geschwindigkeit am College zu akklimatisieren. Es werden leichtere Aufgaben als die Gators Defense kommen.

Ich weiß jetzt nicht genau, was du mit dem ersten Spiel meintest: das erste Spiel von Williams oder eine Einschätzung zum ersten Spiel allgemein. Ersteres findest du oben. Zum Spiel allgemein: Es hat mir großen Spaß gemacht, insbesondere weil es teilweise so absurd war. Typisch College Football eben. Die Gators hätten den Sieg beinahe schon in Hälfte 1, spätestens aber im dritten Viertel eintüten können, doch üble Turnover von QB Feleipe Franks, unerklärliche Tackling-Probleme und vollkommen unnötige Strafen der Secondary hielten die Canes viel zu lange im Spiel. Letztlich entschied dann doch der überragende Gators Passrush um den exzellenten, vielseitigen DE Jabari Zuniga und Louisville Transfer DE Jon Greenard mit seinem herausragenden Getoff gegen eine junge und überforderte Canes O-Line das Spiel. Dennoch sollten die Canes optimistisch in die Zukunft blicken: Die Skill Player mit dem überragenden RB DeeJay Dallas, TE Brevin Jordan sowie den beiden WRs K.J. Osborn und Jeff Thomas (obwohl der insb. mit seinem muffed Punt ein unglückliches Spiel absolvierte) sind stark aufgestellt. Vielleicht schafft es ja die junge O-Line mit den beiden Freshman-OTs (was eh alles andere als günstig ist), sich im Laufe der Saison zu verbessern. Die Defense machte insgesamt einen guten Job (obwohl auch hier die Tackles manchmal nicht saßen, was im ersten Saisonspiel allerdings nicht so unnormal ist) und hat mit DE Jonathan Garvin, den drei ultraerfahrenen Linebackern um Shaq Quarterman und dem kleinen, aber enorm aggressiven und physischen CB Trajan Bandy ein gutes Gerüst.

3 Gedanken zu „Vorschau Woche 1: Tiger? Enten? Tigerenten?

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